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Unser Musiktherapie-Raum

 

Seit 1991 gibt es an der Maria-Montessori-Schule das Angebot Musiktherapie, durchgeführt von zwei Diplom-Musiktherapeuten, die an der Musikschule der Stadt Brühl angestellt sind. Die Schule stellt für dieses Angebot einen Raum zur Verfügung, der mit einer Vielzahl unterschiedlichster Instrumente sehr gut ausgestattet ist. Zur Zeit nehmen 15 Kinder aus allen Jahrgangsstufen dieses einzelmusiktherapeutische Angebot war.

 

 

 

 

  Wie arbeiten wir?


Musiktherapie nutzt die vielfältigen Eigenschaften der Musik, um Menschen in ihrer persönlichen Lebenslage zu erreichen und ihre Entwicklung zu fördern.
Das Medium Musik bietet einen großen Spiel-Raum, in dem Emotionen, Beziehungen und Kommunikation entstehen können, auch dann, wenn Sprache als Ausdrucksmittel nicht zur Verfügung steht.
Im Zentrum steht das freie Spielen auf Musikinstrumenten oder mit der Stimme. Die Therapeutin stellt sich als Mitspielerin und Zuhörerin zur Verfügung und nimmt das Gespielte verstehend auf, setzt sich musikalisch-spielerisch zum Kind/Jugendlichen in Beziehung oder vermittelt in der Folge das Verstandene dem Kind im Gespräch, in einem Musikvorschlag oder im Spiel. Wesentliches Merkmal der Musiktherapie ist der Prozess der musikalischen Interaktion und der Beziehung. Die musikalischen Produkte sind nicht vorhersehbar und in der Regel nicht reproduzierbar.

 
Neben der freien Improvisation können aber auch themenbezogene Spielformen wie Lieder, Musikstücke von CD (rezeptive Musiktherapie), Bewegung, Handpuppenspiel, Malen oder Geschichten eingesetzt werden.
Entscheidend ist aber, dass es in der Musiktherapie primär um Reduktion von Symptomen, Förderung der Persönlichkeitsentwicklung oder Verbesserung der Kommunikations- und Ausdrucksfähigkeiten mit Hilfe der Musik geht und nicht um musikalische Ziele. ( Auszug VdM )

 

 

Wäre Musiktherapie etwas für mein Kind?

Musiktherapie kann aus verschiedenen Gründen für Ihr Kind als Förderangebot in Frage kommen:

Wenn Ihr Kind zu Hause und/oder in der Klasse ein besonderes Interesse für das Medium Musik zeigt.
(z.B.: Melodien häufig mitsummt, mitsingt oder später nachsingt, sich gerne zu Musik bewegt, bei Klang und Musik besonders aufmerksam ist, bei Musik stärker als sonst Gefühle zeigt, sich bei Musik entspannt, bei Angeboten mit Musik ein anderes Kontaktverhalten zeigt, ein besonderes Interesse für Instrumente und Klangerzeugung zeigt)

Wenn Ihrem Kind die verbale Sprache nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung steht und Sie seinen Ausdruck und die Kommunikation über das Medium Klang besonders unterstützen und fördern möchten

Wenn Sie das Selbstvertrauen Ihres Kindes fördern möchten, indem seine Ressourcen gemeinsam aufgespürt und gestärkt werden ( In der MT werden seine spontanen, intuitiven, kreativen Impulse besonders wahrgenommen und gespiegelt).



Wenn Sie sich für Ihr Kind mehr Zutrauen zum Wahrnehmen und Ausdrücken seiner Stimmungen und Gefühlen wünschen

Wenn Sie sich für Ihr Kind eine Therapie wünschen, in der durch das Kontaktmedium Musik ein besonderer Schwerpunkt auf die Förderung der Beziehungs- / Wahrnehmungs- / und Bindungsfähigkeit gelegt werden kann

Wenn sich bei Ihrem Kind zu Hause oder in der Schule konflikthafte Verhaltensmuster verfestigt haben, und Sie sich eine Therapie wünschen, die Ihrem Kind hilft, sich durch kreatives Erproben neue, andere, zusätzliche Verhaltensweisen anzueignen.









 


Organisation

Was gibt es vor der Therapie zu beachten?

Wenn Sie Interesse an einer Musiktherapie haben oder Ihr Kind von Seiten der KlassenlehrerInnen für eine Therapie vorgeschlagen wurde gibt es im Vorfeld mehrere Schritte zu beachten:
    ⁃    Wir schicken Ihnen einen Brief mit Informationen über die Musiktherapie
    ⁃    sowie einen Fragebogen zu
    ⁃    Nach der Auswertung Ihres Fragebogens treffen wir uns zu einem ausführlichen Kennenlerngespräch
    ⁃    Es findet ein Gespräch mit den KlassenlehrerInnen statt
    ⁃    Es finden zwei Probestunden mit Ihrem Kind statt
Aus diesen Gesprächen und Kontakten ergibt sich die Zielsetzung der Therapie, die Klärung der Frage ob Gruppe oder Einzel, die Dauer der Therapieeinheit (30 o. 45 min.) und eine vorraussichtliche Länge der Gesamt-Therapiezeit

Es besteht die Möglichkeit, dass die Therapie über die Eingliederungshilfe teilweise oder ganz finanziert wird. Sie müssen dafür beim Sozialamt einen Antrag auf Eingliederungshilfe stellen. Für den Antrag benötigen Sie in der Regel:
    ⁃    einen Therapieantrag mit Zielsetzung und Begründung
    ⁃    eine Einschätzung und Befürwortung der Musiktherapie seitens der Lehrerfragebogen
    ⁃    eine Einschätzung und Begründung seitens Ihres Kinderarztes
Bei der Antragstellung können Sie sich Hilfe bei uns oder den Lehrern holen.

Die Anmeldung zur Musiktherapie erfolgt über das Sekretariat der Kunst – und Musikschule Brühl. Dort können Sie die Gebühren für  Einzel – oder Gruppenmusiktherapie erfragen oder auf der Internetseite der Kunst – und Musikschule Brühl nachlesen: www.kums-bruehl.de

Was gibt es während der Therapie zu beachten?

Nach den ersten 10 – 12 Stunden macht es Sinn sich zu einem erneuten Gespräch zu treffen, um sich darüber auszutauschen, wie sich die Beziehungsaufnahme gestaltet hat und um zu überprüfen, ob die Zielsetzung stimmt.
Wir wünschen uns während der Therapie ca. ein Elterngespräch pro Halbjahr.

   
Wir sind:

Bärbel Kükenshöhner

 


Bärbel Kükenshöner: Diplom - Musiktherapeutin, Kinder- und Jugendlichenkreativtherapeutin i.A., nebenberufliche Kirchenmusikerin, Maskenspielerin

 


 

 

Friederike Müller  

 

 

Friederike Müller: Dipl.-Heilpädagogin (Musiktherapie);                                                           Heilprakatikerin für Psychotherapie