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Mathematikunterricht an der
Maria – Montessori – Schule


1.    Konzeption und Inhalte

Mathematik ist Welterfahrung. Sie strukturiert unsere Umwelt und hilft uns so, sie zu verstehen und uns in ihr zu orientieren. Sie begegnet uns in vielfältigen Situationen des Alltags.

Sie umfasst alle Wahrnehmungsbereiche, Körperschema, Raumordnung, Farben/Formen, Mengen, Zahlen, Zeit, Maße, Gewichte, Geld und Rechenoperationen. Mathematik setzt keinen besonderen Entwicklungsstand voraus, um mit der Förderung zu beginnen. Mathematisches Verstehen beginnt schon mit dem Ergreifen eines Gegenstandes. Rhythmus und Wiederholungsstruktur ist die erste Mathematik, die sich bewusst erleben lässt (z.B. Sing- und Abzählspiele).
Ziel des Mathematikunterrichts an unserer Schule ist es, Fertigkeiten bzw. Teilfertigkeiten zu erlernen, die summativ als Fähigkeit dazu führen, dass sich der Schüler mit dem Gelernten in seiner Umwelt zurechtfinden, bewegen und behaupten kann – also Handlungskompetenz erwirbt.  

Inhaltlich lehnen wir uns an die Bayerischen Richtlinien an, die den Bereich Mathematik  im engen Zusammenhang mit den grundlegenden Lernbereichen Wahrnehmung und Bewegung und Denken und Lernen stellen(vergl. Bayerischer Lehrplan)).


   




Nicht ein Bereich nach dem anderen sollte im Laufe der Schuljahre durchgenommen werden, sondern in Kreis- bzw. Spiralbewegung immer wieder alle Bereiche angesprochen werden.

Wir gehen davon aus, dass der Mensch ganzheitlich lernt – auch im Mathematikunterricht. Was für andere Fächer selbstverständlich ist, muss auch für den Mathematikunterricht gelten: Lernen mit Sinnen und Gefühlen und Verstand. In diesem weiteren Sinne wollen wir „ganzheitliches“ Lernen verstehen, nicht nur in dem auf das Stoffliche eingeschränkten Sinn.

Mathematische Förderung findet demnach nicht nur im Mathematikunterricht statt, sondern findet ihre Anwendung auch fächerübergreifend in verschiedenen, sich wiederholenden Situationen – z.B. Tisch decken, wiegen, messen, kochen, einkaufen etc. Darüber hinaus hat die Fantasie, angeregt durch Rechengeschichten und Rollenspiele, ebenso ihren Platz im Mathematikunterricht wie die Sinne und die Sinnhaftigkeit des Materialeinsatzes.

Jeder Schüler erhält ein auf ihn zugeschnittenes Materialangebot. Mit Hilfe besonders strukturierter Lerninhalte soll auf ein weitgehend selbständiges Leben vorbereitet werden. Die Auswahl der Einzelthemen orientiert sich dabei am Schüler und seiner Lebensumwelt. Während einige Schüler zu Rechenoperationen gelangen, erhalten andere Schüler Angebote im Wahrnehmungs- und pränumerischen Bereich, mit dem Ziel, Kenntnisse und Handlungskompetenz zu erwerben, die sie in lebenspraktischen Situationen anwenden können. Dies wiederum macht eine differenzierte Unterrichtsorganisation wie Arbeit im Klassenverband, in Kursgruppen, in Kleingruppen, auch Einzelarbeit nötig. In Vorhaben und Projekten finden erworbene Kenntnisse und Fähigkeiten Anwendung und Vertiefung.

Den ganzen Menschen anzusprechen, sein Denken, sein Fühlen, sein Wünschen, ist das zentrale Anliegen, das hier vertreten wird. Mit Sinnen und Verstand (oder anders: mit Kopf, Hand, Herz und Bauch) die Welt der Zahl zu entdecken: Das ist ein angemessenes Motto für unseren Mathematikunterricht.



2. Aktueller Stand

Mathematikunterricht findet an unserer Schule einerseits im Kurssystem statt. Hier werden alle Schüler stufenübergreifend in differenzierten Lerngruppen unterrichtet.
Andererseits findet sich mathematische Förderung im Klassenunterricht in Freiar-beitsangeboten aber auch in allen angebotenen Unterrichtsfächern.

In der Unterrichtsstruktur beziehen wir uns auf die Bayerischen Richtlinien. In der unterrichtlichen Umsetzung bedienen wir uns aus dem Materialangebot von:„Zalo Zifferli“ (Persen Verlag), „Rechnen mit Hand und Fuß“ (Persen Verlag) sowie „Klick“ (Cornelsen Verlag).